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Berufsbild der Ehe-, Familien- und Lebensberatung*

aktualisiert: Stand 2011

Was ist Ehe-, Familien- und Lebensberatung?

Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) ist eine psychosoziale Beratungstätigkeit.

Sie ist von öffentlichem Interesse und durch das Familienberatungsförderungsgesetz (BG Bl. Nr. 80/1974 in der Fassung der Bundesgesetze BGBl. Nr. 734/1988 und BGBl. I Nr. 130/1997) geregelt.

Im Sinne der Salutogenese (Entwicklung und Entstehung von Gesundheit) fördert EFL-Beratung die gesunde Entwicklung und wirkt präventiv.

EFL-Beratung ist ein Angebot für Menschen aller Altersgruppen, die

    Antworten auf Fragen suchen,

    im Alltag Überforderung erleben,

    sich in schwierigen Lebenssituationen und Krisen befinden,

    vor Entscheidungen stehen,

    Probleme lösen wollen.

EFL-Beratung findet in Einzel-, Paar- oder Familiensetting statt. Weitere Möglichkeiten sind telefonische Beratung, Onlineberatung oder Gruppenberatung.

Zur Qualitätssicherung sind EFL-BeraterInnen regelmäßig zur Supervision und Fortbildung verpflichtet.

Wer ist diplomierte/r Ehe-, Familien- und LebensberaterIn?

EFL-BeraterInnen haben an einer Lehranstalt für Ehe- und Familienberatung einen siebensemestrigen Ausbildungslehrgang (90 ECTS-Punkte) mit Diplomabschluss absolviert.

Viele EFL-BeraterInnen haben Zusatzqualifikationen, wie z. B. Jugend- und Erziehungsberatung, Mediation, Sexualberatung, Männerberatung, Gewaltberatung, Supervision, Onlineberatung etc.

EFL-BeraterInnen sind gesetzlich zur Verschwiegenheit verpflichtet.

EFL-BeraterInnen sind in geförderten Familienberatungsstellen, in psychosozialen Institutionen und im Rahmen der Gewerbeordnung in freier Praxis tätig.

Grundsätzliches

Die EFL-BeraterInnen sind für das Setting verantwortlich. Sie klären am Beginn die Rahmenbedingungen wie Raum, Zeit, Intervalle, Kosten.

Die bewusst gestaltete Beziehung zwischen BeraterIn und KlientIn ist Grundlage jedes Beratungsprozesses. Am Beginn des Prozesses formulieren KlientInnen mit dem/der BeraterIn ein Beratungsziel.

Offenheit, Achtung und Respekt vor Anderem, Wertebewusstsein, empathisches Verstehen, sowie die theoretische und methodische Kompetenz der BeraterInnen ermöglichen den KlientInnen, Krisen konstruktiv zu bewältigen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Gleichzeitig wird die Autonomie und Eigenkompetenz der KlientInnen gestärkt und es werden individuelle Lösungen erarbeitet.

Die EFL-BeraterInnen wählen aus den diagnostischen und methodischen Möglichkeiten jene aus, die den KlientInnen von der Klärung der aktuellen Situation bis zur Erreichung des Beratungsziels am hilfreichsten sind.

ELF-BeraterInnen gehen verantwortungsvoll mit ihren fachlichen und persönlichen Grenzen um. Sie sind offen für Interdisziplinarität und Teamarbeit. Sie kennen das regionale psychosoziale Netz und pflegen den Kontakt zu angrenzenden Berufsgruppen.  

 

* Dieses aktualisierte Berufsbild ist das Ergebnis eines Arbeitskreises (2009/2010) und den Einwänden und Vorschlägen bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2010 in St. Virgil. Es kam bei der Jahreshauptversammlung im Mai 2011 zur Abstimmung.